Spätestens seit dem Aufstieg von DOTA und LoL sind MOBAs nicht mehr aus der Gaming & eSports Welt wegzudenken, aber was steckt eigentlich hinter dem Game Genre?

Mit MOBA meinen wir kein Museum der Moderne, sondern die Abkürzung steht für Multiplayer Online Battle Arena – also die Möglichkeit dich mit anderen in einer virtuellen Arena zu matchen. Als erstes MOBA gilt wohl DOTA, das als Mod für Warcraft 3 entwickelt wurde. Die bekanntesten MOBAs sind wohl: DOTA 2, League of Legends, Heroes of the Storm, Smite, Vain Glory und Arena of Valor.

Immer wieder als „Schach auf LSD“ bezeichnet, passiert bei MOBAs wahnsinnig viel in extrem kurzer Zeit auf dem Bildschirm und auch die Teamkämpfe enden oft in einer Explosion aus bunten Farben. Dabei gibt es nur ein simples Ziel: Die Basis des gegnerischen Teams zu zerstören. Das ist oft gar nicht so einfach, wie es klingt.

2 Teams – 1 Ziel: Zerstörung

Zu fünft macht man sich auf in den Kampf, aber nicht nur das gegnerische Team möchte mit allen Mitteln verhindern, dass die Basis fällt. Auch auf der Karte warten ausreichend Hindernisse: So können Minions, Türme, Drachen, Quests und Co echte Herausforderungen am Weg zum Sieg darstellen.

Auf der Map gibt es traditionell 3 sogenannte Lanes, auf denen man sich bewegt: TOP, MID und BOT. Dazwischen warten eine Menge an Monstern im dunklen Dschungel. Wie beim Fußball gibt es auch hier „Formationen“, die gespielt werden. Bei LoL ist das beispielsweise: 1 Top Lane, 1 Mid Lane, 2 Bot Lane und 1 Jungler.

Ene, mene, muh – raus bist du: Der Champions Pick

Großen Einfluss auf das Spielgeschehen hat natürlich die Wahl der Champions, mit denen man sich in die Schlacht wirft. Und das ist alles andere als trivial, wenn man auch einmal in höheren Ligen mitspielen will. Bei League of Legends (LoL) gibt es mittlerweile über 140 verschiedene Charaktere mit unterschiedlichsten Vorteilen und Fähigkeiten im Championpool – da muss man erst einmal alle Charaktere verstehen lernen.

Es gibt Sorcerer, Infiltrator, Vanguards, Sniper und noch viele weitere Klassen, so dass für jeden Spieltypen der richtige Champion dabei ist. Nachdem aber jeder Champion ganz spezielle Fähigkeiten und Stärken sowie Schwächen hat, braucht man dafür fast ein digitales Kompendium. Alternativ empfehle ich einfach auf Twitch ein paar Streamern zuzuschauen oder im Trainingsmodus möglichst viele Champions auszuprobieren.

Aber keine Sorge, spätestens, wenn man einmal mit der sogenannten Ultimate Attacke des Gegners Bekanntschaft gemacht hat, vergisst man diese nicht mehr so schnell. Profi-Spieler kennen natürlich alle Champions und haben auch immer die passende Antwort auf die Gegnerische Auswahl parat (Stichwort: Counter-Pick). Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr ein möglichst ausgewogenes Team habt. Ihr braucht unbedingt Tanks, die Schaden aushalten, ihr braucht aber auch Carries, die ordentlich Schaden austeilen und natürlich Supporter, die beispielsweise heilen oder Schilde verteilen. Klassische Starter-Champions sind bei League of Legends Garen oder Ashe.

Weil das Ganze noch nicht kompliziert genug ist, gibt es auch noch Items und Runen, die ihr je nach Charakter unterschiedlich einsetzen und „bauen“ müsst. Zu Beginn verlasst euch einfach auf die Empfehlungen, die euch das Spiel vorschlägt.

Oberstes Gebot: Mit Team abstimmen und reden

Nachdem wir jetzt die Karte grob kennen und einen Champion ausgewählt haben, geht es um das Teamplay. Denn bei MOBAs kommt es nicht nur auf die eigenen Skills wie Reaktionsfähigkeit, Ausdauer oder Analytisches Denkvermögen an, sondern auch sehr viel auf Team-Strategie, Matchup-Taktiken, Timing und Teamplay insgesamt.

Außerdem braucht man ein gutes Gespür, ob man vor einem bevorstehenden Kampf lieber schreiend davonlaufen sollte oder à la „Leroy Jenkins“ einen All-in-Move riskiert. Diesen All-In Move empfehlen wir aber nur, wenn deine Mitspieler dir dabei zur Seite stehen. Eine sogenannte 1 vs. 9 Aktion geht nämlich selten gut aus.

Kommunikation mit dem Team ist somit oberstes Gebot. Entweder ihr hängt euch via Discord in den Voice Channel oder es wird ingame „gepinged“ was das Zeug hält. Denn eine falsche Entscheidung kann in MOBAs das Game bedeuten.

Übung macht den Meister: Vom Noob zum Challenger

Ehrlicherweise sind MOBAs alles andere als einsteigerfreundlich. Sie sind einfach wahnsinnig komplex, hektisch und für Neulinge oft unübersichtlich. Aber keine Sorge, mit der entsprechenden Spielzeit und Erfahrung hat man den Dreh bald raus. Gerade am Anfang ist ein guter Zeitpunkt, um verschiedene Sachen auszuprobieren und auch einmal die falsche Entscheidung zu treffen.

Dank eigener Algorithmen und Rankings wird man nicht gleich als Neuling gegen die Profis auf die Map gesetzt. (Sonst hätte ich wohl nie einen Sieg geschafft). Wichtig also: Üben, üben, üben. Dann klappt es auch bald mit der Rangliste und dem Weg zum Challenger steht nichts mehr im Weg.

Und ein kleiner Tipp noch zum Schluss: „Do not overextend“. Denn auf fast jeden Angriff folgt recht rasch ein Vergeltungsschlag. Also nicht zu gierig sein, wenn ihr gerade in der gegnerischen Basis steht, denn ein „Ace“ zum falschen Zeitpunkt kann noch einmal das gesamte Spiel drehen. Lieber zurück in die Basis und mit dem gewonnenen Gold kräftig shoppen. Dann geht der nächste Teamfight auch bestimmt leichter.

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