Behind eSports geht in die zweite Staffel! In drei spannenden Interviews haben wir uns wieder Berufe abseits einer Karriere als eSportler angesehen. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen der lizenzierten ESVÖ-Schiedsrichter, Coaches und der Caster.

Yvonne “MissMadHat” Scheer arbeitet in einem steirischen Energieunternehmen und lebt in Graz. Sie verreist gerne, ist kulturinteressiert und viel auf nationalen und internationalen Events unterwegs. eSports Events versteht sich. Denn Yvonne gehört zu den wichtigsten Schlüsselpersonen der heimischen Gamer Szene. Als Schiedsrichterin und nun auch Genderbeauftragte des eSport Verband Österreich (ESVÖ) wollten wir uns selbst ein Bild von der jungen Grazerin machen.

Zuallererst die wichtigste Frage. Was zockst du gerne?

Also momentan spiele ich Call of Duty, PUBG und Counterstrike. Der Hang zum Shooter ist also da *lacht*.

Wie hat deine Leidenschaft für eSports begonnen?

Ein Freund von mir hat mir Call of Duty empfohlen und dann habe ich mir Black Ops 1 gekauft und mich sofort verliebt. Ich habe bei keinem einzigen Call of Duty die Story gespielt, weil mich das nie interessiert hat. Ich wollte mich lieber mit Freunden gegen andere Leute messen.

Hast du auch schon mal an Turnieren teilgenommen?

Ja, in Call of Duty haben wir 2012 die erste Staatsmeisterschaft gewonnen und den Titel auch 2 Jahre in Folge verteidigt. Ich habe dann auch eine Season gecastet, aber jetzt spiele ich nur mehr just for fun, weil einfach die Zeit fehlt. Dem Team (aut PBO) bin ich aber bis heute treu geblieben, denn das ist einfach meine zweite Familie. Wir sind also nicht nur online Freunde, sondern fahren auch gemeinsam auf Urlaub oder treffen uns in Wien oder Graz.

Neben deiner Funktion beim ESVÖ bist du ja auch eSports Schiedsrichterin. Was genau fällt denn in den Aufgabenbereich einer Schiedsrichterin oder eines Schiedsrichters?

Wir sind für die Turnierkoordination verantwortlich, also wir tragen unter anderem die Ergebnisse ein oder schauen einfach das der Ablauf gewährleistet ist und der Zeitplan eingehalten wird. Wir schreiten bei Streitigkeiten ein und müssen auch Spielentscheidungen treffen. Wenn zum Beispiel ein Spiel abgebrochen wird, ist die Frage, ob der Spielstand beibehalten werden soll, oder das Spiel gleich neugestartet wird. Außerdem sind wir ein repräsentatives Werkzeug, damit Turniere einen offiziellen Charakter bekommen und dadurch ernster genommen werden.

Wie wird man eSports Schiedsrichterin oder Schiedsrichter?

Der ESVÖ bietet kostenlose Schiedsrichterseminare in Wien an. Dafür muss man sich nur anmelden, vorbeikommen und am Schluss bekommt man ein Zertifikat.

Seit Kurzem hast du dein Aufgabenfeld nochmals ausgeweitet und bist nun Genderbeauftragte des ESVÖ. Was sind deine Ziele?

Mein Ziel ist unterm Strich mehr Frauen in den eSport zu bewegen. Beziehungsweise zu schauen, dass wir einen höheren Frauenanteil bekommen. Aktuell sind es nur 3-5 Prozent, was leider sehr traurig ist. Das ist aber nicht nur in Österreich so, sondern weltweit ein Problem. Ich sage immer es ist leichter Fußstapfen zu folgen, als neue Fußstapfen zu machen. Ich sehe mich deshalb auch als Vorbild, oder versuche eines zu sein, denn ich will zeigen, dass man auch als Frau etwas im eSport erreichen kann.

Warum glaubst du ist dieses Problem so massiv?

Das hat sicher viele verschiedene Gründe. Damals als Videospiele allgemein populär wurden, war die Zielgruppe sehr auf Männer fixiert. Deshalb muss man heute Aufklärungsarbeit leisten und ich denke, dass hier besonders bei der jungen Generation angesetzt werden muss. Die Schülerliga, die wir betreuen, ist wichtig, damit Schülerinnen und Schüler sehen, dass es auch Frauen gibt, die zocken und das das auch völlig legitim und in Ordnung ist.

Wie siehst du generell die Entwicklung der heimischen eSports Szene?

Sehr positiv, nicht nur, weil die Szene selbst gewachsen ist, sondern auch wegen den Leuten, die sich Großteiles ehrenamtlich engagieren. In letzter Zeit fällt außerdem auf, dass durch die A1 eSports League und die eBundesliga immer mehr Sponsoren auf den Zug mit aufspringen, die vor fünf bis zehn Jahren sicher noch nicht am Radar waren.

Und was wünscht du dir für die Zukunft?

Mehr Frauen im eSport *lacht* und, dass der Zusammenhalt in der österreichischen Szene weiterwächst. Es ist nicht selbstverständlich, dass die eSports Szene so gut miteinander umgeht. Denn auch wenn wir nicht zu den Top eSports Nationen gehören, muss man das was wir in Österreich haben wertschätzen und weiter gemeinsam an einem Strang ziehen.

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